Mit Gelassenheit zu Selbstbewusstsein
Manchmal ist es zum aus der Haut fahren.
Nichts klappt so, wie man es sich vorgestellt oder vorgenommen hat. Alles geht zu langsam vorwärts, dauert zu lange, ist zu kompliziert....
Im Zusammenhang mit einer Ausbildung zur Körper-Therapeutin lehrte mich Dr. Milton Trager zwei weit über dieses Thema hinausgehende Fragen: "Was könnte leichter sein als das?" - "Und was leichter noch als das?" Meine Abwandlung für den Alltag praktiziere ich bis heute immer wieder: "Wie könnte das jetzt leichter sein oder noch leichter werden?"
Eine buddhistische Nonne lehrt, dankbar jeden ungeplanten Unterbruch im Tun als Geschenk anzunehmen - als eine Möglichkeit, kurz innezuhalten, ins Jetzt zu kommen, im automatischen, mechanischen Tun Gewahrsein zu erfahren, dankbar auf das Stück zu schauen, das man schon zurückgelegt oder erledigt hat.
Drängt jemand sich vor in der Warteschlange oder in der Autokolonne - so lehrt die Nonne - soll man ihn freundlich lächelnd vorlassen und innerlich dankbar sein für die Möglichkeit, dieser Person einen Gefallen erweisen zu dürfen.
Einfach - doch in der Praxis gar nicht immer so leicht zu bewerkstelligen!
Kürzlich ist mir ein Zitat von Marie v. Ebner-Eschenbach in die Hände gefallen: "Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins." - Wie einladend klingt doch dieses in zarten Farben gemalte Bild von dem, was Souveränität auch sein kann!
Kann man sich einer solch charmanten Einladung (zum Üben) denn entziehen?
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